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Konfliktkosten der - unterschätzte Faktor

Kennen Sie die Konfliktkosten Ihres Unternehmens?

 
Guten Tag!
 

Wussten Sie........
  • dass 30-50% der wöchentlichen Arbeitszeit von Führungskräften direkt oder indirekt mit Konflikten oder Konfliktfolgen verbracht werden?
  • dass 10-15% der Arbeitszeit in jedem Unternehmen der Konfliktbewältigung dient?
  • dass die Kosten pro Mobbingfall im Durchschnitt 60.000,- EUR betragen?
  • dass ca. 25% des Umsatzes von der Kommunikationsqualität abhängt? 
 
Was sind Konfliktkosten eigentlich?
Oft ist der Unternehmensleitung und den Führungskräften  gar nicht bewusst, wie hoch die Kosten für unbearbeitete Konflikte sind. Kosten durch Krankenstand oder Fluktuation sind meist einfach zu berechnen. Schwieriger wird es bei Kosten durch entgangene Aufträge oder kontraproduktives Verhalten von Mitarbeitern. Weitere negative Kosten, die keinerlei Nutzen für das Unternehmen haben sind zB. arbeitsrechtliche Sanktionen, verringerte Produktivität, zunehmende Dauer oder Scheitern von Projekten.
 
 
Nicht alles ist negativ!
Man spricht auch von positiven Konfliktkosten, wenn diese dem Unternehmen auf lange Sicht Vorteile bringen. Beispiel dafür sind die Einführung eines innerbetrieblichen Konfliktmanagement Systems, der Wirtschaftsmediation, die Schulung von Mitarbeitern oder die Weiterentwicklung der betrieblichen Kommunikationskultur.

Kümmert sich das Unternehmen um Konflikte, so beutet dies eine Entlastung für alle.

 
Konfliktkosten schnell berechnet:
Beispiel 2 Arbeitskollegen:
2 Arbeitskollegen sind seit ca. 6 Monaten in einem niederschwelligen Konflikt, der ihre Arbeitszeit zu „nur“ 10% in Beschlag nimmt. Nimmt man weiters zusätzliche Besprechungen von insgesamt 4 Tagen und Kosten von Terminverzögerungen in der Höhe von 500,- EUR an, so kommt man bei diesem Minimalkonflikt bereits auf Konfliktkosten von 8.200,- EUR.
 
Beispiel Teamkonflikt:
Gehen wir bei einem Team von 6 Personen von einem Konflikt aus, der 6-9 Monate andauert, ca. 25% der Arbeitszeit in Anspruch nimmt und zusätzliche Besprechungen von 4 Tagen sowie Kosten für Terminverzögerungen von 500,- EUR verursacht, so sind wir bereits bei Konfliktkosten von 62.300,- EUR.
 
Diese Beispiele wurden mit Hilfe des Konfliktkostenrechners (http://www.konfliktkostenrechner.de) erstellt.
 
Hätte sich das Unternehmen in beiden Fällen für eine Wirtschaftsmediation entschieden, so lägen die Kosten (je nach Aufwand) um die 2.000,- bis 3.000,- EUR. 
 
 
Was tun, wenn die Konfliktkosten im Unternehmen sehr hoch sind?
Auch Maßnahmen für die Konfliktbearbeitung erfordern eine Investition. Umso wichtiger, dass passende und professionelle Maßnahmen der innerbetrieblichen Konfliktbearbeitung ausgewählt werden.
Oft werden Konflikte nicht bearbeitet, sondern mit aufwändigen Teambuiling Maßnahmen verdeckt. Im besten Fall ist es eine Zeit- und Geldverschwendung, im schlechtesten Fall aber eskaliert der Konflikt und die Motivation des gesamten Teams sinkt weiter.
 
Erkennen Sie die Eskalationsstufe!
Ab einer gewissen Stufe des Konfliktes sind die Beteiligten nicht mehr in der Lage den Konflikt selbst ohne externe Hilfe zu lösen. Leider wird meist zu lange gewartet und der Mediator zu spät ins Boot geholt. Lernen Sie Konflikte im Anfangsstadium kompetent selbst zu lösen und gleichzeitig zu erkennen wann externe Hilfe nötig ist.
 
Lassen Sie sich vom Profi beraten welche Maßnahmen für Sie passen: 
Dies können Kommunikationsschulungen sein, die die Konfliktlösungskompetenz der Führungskräfte und Mitarbeiter fördert. Oft aber ist ein externer Konfliktberater als Ansprechpartner sinnvoll, der dann auch erkennt, ob eine Wirtschaftsmediation notwendig ist. Am sinnvollsten ist ein durchdachtes Konfliktmanagement, welches je nach Problem einen standardisierten Prozeß in Gang bring und zudem die Unternehmensleitung und Führungskräfte entlastet.
 
Kostenloser Beratungstermin:
Buchen Sie bei mir einen kostenlosen Beratungstermin welche Bausteine eines Konfliktmanagement Systems bei Ihnen sinnvoll sind, oder wenn Sie weitere Frage zu diesem Thema haben.

Kontakt:  http://www.mediation-ulm.comoffice@mediation-ulm.com oder 0151-65149535, ich freue mich auf Ihre Fragen!

Herzlich,


Ihre Jennifer Wassermann 





Quellen: Die Zahlen sind aus einer KPMG Studie von 2009 entnommen, die Berechnung wurde mithilfe des Konfliktkostenrechners, wie oben zitiert, vorgenommen.
 

https://www.mediation-ulm.com/?utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=Konfliktkosten&utm_term=Konfliktkosten&utm_content=Konfliktkosten






















 

Sie sind in einem Konflikt oder möchten die Gesprächsbasis mit jemanden verbessern?

Einführung eines Konfliktmanagement Systems, Konfliktberatung oder Mediation?

Ich berate Sie gerne!

Informieren Sie sich auf meiner Webseite oder rufen Sie mich an.

https://www.mediation-ulm.com

 
  

Jennifer Wassermann
zertifizierte Mediatorin
Elbestraße 6, 89231 Neu-Ulm
office@mediation-ulm.com
+49 (0)151 65149535









 

 



 
 
 




Lügen am Arbeitsplatz
 
Guten Tag!
 
Die weißen und die schwarzen Lügen – was bringt uns das Flunkern?
 
Zum Chef: „Die Deadline? Kein Problem!“
Zur nervigen Kollegin: „Mit Ihnen zu arbeiten ist eine Freude!“
 
Die Meisten von uns geben an, dass es auch wichtig ist im Berufsleben die Wahrheit zu sagen. Eine Umfrage von YouGov hat allerdings ergeben, dass Schwindeln im Berufsleben gang und gäbe ist. 45% der Befragten gaben an, hin und wieder zu Schwindeleien zu greifen, um besser dazustehen oder um Konflikte zu vermeiden. Jeder 5. gibt sogar an, sich im Job zu verstellen und sich nicht zu geben, wie man ist. 
 
Für manche Menschen – immerhin 8%! – ist es allerdings Routine vorsätzlich Unwahrheiten zu erzählen, um sich besser darzustellen. Gewöhnt man sich einmal daran mit Schwindeleien durchzukommen, so kann es dazu kommen, dass die moralischen Grundsätze vergessen werden und immer öfter gelogen wird.  
 
Weiße Lügen:
Die Psychologie unterscheidet zwischen weißen und schwarzen Lügen. Die sog. Weißen dienen dazu, dass wir sozial miteinander harmonieren. Ein Beispiel wäre dem unsicheren Kollegen zu sagen, dass wir die Präsentation gut fanden, obwohl sie langweilig war. Solche Lügen vermeiden Konflikte: Möchte ich den Kollegen sozial aufbauen oder fachlich kritisieren? 
 
Der häufigste Grund warum Menschen lügen ist, weil sie andere nicht verletzen wollen. „Ja das neue Outfit steht dir super!“
 
Schwarzen Lügen:
Bei diesen Lügen verschaffen sich Menschen absichtlich einen Vorteil, meist auf Kosten anderer. Zwischen weiß und schwarz gibt es natürlich etliche Graustufen. Denkt man zB an große Firmenskandale wie bei VW Diesel Skandal so haben viele Mitarbeiter, auf allen Ebenen mit großen, aber auch kleinen Schwindeleien ein Lügengebäude aufgebaut.
 
Was bringt uns das Lügen – Soziale Wesen flunkern!
Der Mensch hat komplexe Kommunikationsfähigkeiten und damit auch die Fähigkeit zu lügen. Unser ausgeprägtes Sozialleben gilt als Grund für die enorme Hirn- und Sprachentwicklung und die Bildung der Empathie. Und es war auch Motor für die Entwicklung der Fähigkeit, über die Vergangenheit nachzudenken und in Gedanken Zukunftsszenarien zu entwickeln. Die Gabe in alternativen Wirklichkeiten zu denken und dabei zu überlegen, was die anderen wissen könnten, macht Lügen überhaupt möglich. Man kann dies zB auch bei Menschenaffen beobachten: Sie locken Artgenossen wissentlich auf eine falsche Fährte, um eine gute Nahrungsquelle für sich alleine zu haben!
 
Die Wahrheit ist anstrengend!
Experimente haben ergeben, dass es für Menschen anstrengender ist eine ehrliche Antwort zu geben als eine schnelle Lüge. Oft lügen wir einfach, um unser Sozialleben zu verbessern oder um Mitmenschen zu schützen. 
 
Dabei ist unsere Fähigkeit Lügen zu erkennen eher schlecht ausgebildet, in Experimenten liegt die Rate nicht einmal bei 50%!
 
Einfluss der Führungskraft auf die Lügenkultur des Unternehmens:
Führungskräfte stehe für die Werte des Unternehmens und haben daher einen enormen Einfluss auf die Mitarbeiter. Die sog. „psychologische Sicherheit“ beschreibt inwiefern Mitarbeiter keine Angst vor negativen Folgen haben müssen, wenn Sie ehrlich sind kritische Dinge auszusprechen, oder einen Fehler zuzugeben. Ist die psychologische Sicherheit hoch, so können in Meetings Zweifel geäußert werden oder eigene ungewöhnliche Ideen eingebracht werden, ohne Angst haben zu müssen, dass sofort Kritik oder Zweifel an der Kompetenz folgen. Eine Führungskraft, der es gelingt eine vertrauensvolle Atmosphäre herzustellen, schafft die Basis für die psychologische Sicherheit der Mitarbeiter.
 
Faktoren der Lügen in Unternehmen:
Durch über 3000 Interviews mit beschäftigten aus über 200 Unternehmen fand der Organisationsberater Ron Carucci vier Faktoren, die Lügen in Unternehmen den Weg bereiten.
  • Ungerechte Beurteilung der Mitarbeiter durch die Vorgesetzten
  • Keine Möglichkeit ehrlicher Gespräche mit Vorgesetzten 
  • Rivalitäten zwischen Abteilungen
  • Wenn sich das Unternehmen nach außen anders gibt, als es im Inneren ist
 
Fazit: Unser Wille ehrlich zu sein und für die Wahrheit einzustehen hängt stark von unserem Umfeld ab und das obwohl für die meisten Menschen das Bild der Ehrlichkeit untrennbar zu ihrem Bild von sich selbst gehört.
 
Tipp: Ist man zu sehr auf Leistungsziele fixiert und daher in einer Art Kampfmodus, so fällt es schwer mit sich selbst ehrlich zu sein. Eine reife Haltung dagegen bedeutet eine innere Gelassenheit auf in fordernden Situationen. Man kann Dinge aus verschiedenen Blickwinkeln beobachten und auch Unsicherheiten oder eine Niederlage aushalten. Menschen, die diese Fähigkeit entwickeln, und das ist erlernbar, haben es nicht notwendig vermeintliche Schwächen mit Tricksereien zu arbeiten.
 

Alles Gute wünscht Ihnen

Ihre Jennifer Wassermann 

























Neue Räumlichkeiten:

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Jennifer Wassermann
zertifizierte Mediatorin
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Achtsame E-mail Kommunikation im Büro
 
Guten Tag!
 
Emails sind das am häufigsten genutzten Kommunikationsmittel für den Informationsaustausch.  Und auch das schnellste. Rund 280 Milliarden Mails werden derzeit täglich verschickt, der Großteil davon fällt in die innerbetriebliche Verständigung.

Mittlerweile bleiben aber die Manieren immer mehr auf der Strecke. Die sogenannte Email incivility, also rüde Mails sind ein Phänomen, das laut einer Studie der National University of Singapore rund 90% der Mitarbeiter kennen. Auch schon vor Corona wurde das Mail häufig als bequemes Mittel genutzt. Schnell werden Aufgaben verteilt, Ziele konkretisiert oder Beziehungen aufgebaut. Man spart sich den Weg ins Büro nebenan, man muss nicht zum Telefon greifen.
 
Kein Ersatz für das persönliche Gespräch:
Erhalte ich ein Mail so fehlt das direkte Feedback.  Da normalerweise der Großteil unserer Kommunikation über nonverbale Wege, nämlich Körpersprache, Ton und Stimme abläuft, können wir eine kurze unpersönliche Textnachricht oft nicht richtig entziffern. Frei nach dem Kommunikationsquadrat von Friedemann Schulz von Thun: Die Botschaft wird vom Empfänger oft anders verstanden, als der Sender sie gemeint hat.
 
Zum Beispiel könnte ein Kollege mit Großbuchstaben Enthusiasmus ausdrücken wollen, der Empfänger versteht es aber als anschreien.
 
Mails als Machtwerkzeug:
Gerade diese Mißverständlichkeit von Mails kann ausgenutzt werden, um unterschwellige Botschaften zu übermitteln, ohne sich angreifbar zu machen. Wie spreche ich den Adressaten an, wie lange ist das Mail, wie lautet die Verabschiedung? Fehlen zB. Beispiel eine höfliche Anrede, ganze Sätze oder eine Grußformel, so kann dies durchaus bedeuten: Du bist es nicht wert, dass ich mir die Zeit nehme für dich eine ordentliche Nachricht zu schreiben. Umgekehrt haben Studien gezeigt, dass Mails an Lieblingsmitarbeiter besonders lang ausfallen. 
 
Netiquette am Arbeitsplatz?
Einige Unternehmen haben begonnen einen Verhaltenskodex für Mails zu empfehlen. Zum Beispiel: Höflich schreiben, lesbar bleiben, Rechtschreibung beachten. Ich fand es sehr traurig das zu lesen. Es handelt sich meiner Meinung nach um normale Umgangsformen, die man jedem gegenüber wahren sollte, egal wie man zu ihm/ihr steht.
 
Für mich ist Achtsamkeit in der Mailkommunikation Wertschätzung und Anstand: Wie möchte ich mit anderen umgehen und wie möchte ich selbst behandelt werden?
 
Was ändert Corona an der Situation?
Durch das Homeoffice verschärft sich die Lage in zweifacher Hinsicht. Einerseits sehe ich die Kollegen seltener und Irritationen werden noch weniger angesprochen. Andererseits ist die Arbeitssituation bei vielen durch das Arbeiten zu Hause zB. neben schulpflichtigen Kindern stressiger geworden. Viele sind leichter genervt durch Mails, bzw. lesen schneller Botschaften in Mails hinein als gemeint war. 
 
Emoticons erlaubt?
Mittlerweile hat sich durchgesetzt, dass durchaus auch Emoticons bei beruflichen Mails willkommen sind, um fehlende Gestik und Mimik oder auch zum Beispiel Ironie auszudrücken. Eine Untersuchung an der Frankfurter Schule für angewandte Wissenschaften hat wohl bewiesen, dass kritische Mails von Vorgesetzten an ihre Mitarbeiter besser ankommen, wenn sie mit einem Smily versehen sind. Die Kritik soll hängenbleiben aber die Person soll sich nicht in Frage gestellt fühlen. Naja, das finde ich recht traurig, da unsere Sprache dies alles hergäbe, würde man sich die Zeit nehmen.
 
Eine Journalistin und Freundin von mir hat vor einiger Zeit einen Vortrag über die Missstände bei Mails gehalten. Und dabei habe auch ich mich ertappt, so manche Grundregeln nicht zu beachten. Jedes Mal, wenn ich versucht bin LG oder MfG zu tippen denke ich an sie und formulieren als Zeichen der Höflichkeit und Achtsamkeit meinem Mailpartner gegenüber aus. 
 
Wie drücke ich meine Achtsamkeit und Höflichkeit in der Mailkommunikation nun aus?
- Zeit nehmen 
- richtige Anrede und Grußformel
- auf Schreibfehler achten, nochmals durchlesen 
- klare Betreffzeile
- KISS: Keep it short and simple
- höflich schreiben
 
Eigentlich ganz einfach oder?
 

Alles Gute wünscht Ihnen

Ihre Jennifer Wassermann 

 








Info Online Mediation

Seit einem Jahr biete ich auch Mediationen online an. Diese Methode hat sich ebenfalls sehr bewährt, auch bei hoch eskalierten Konflikten.

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Jennifer Wassermann
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